Kein Grund zur Beunruhigung!

Die Raver kommen! Zwei Jahre muss das Ruhrgebiet diesen stinkenden, drogenkonsumierenden, pöbelnden Mob, der dumpfe Bässe mit lächerlichen Zwischenrufen garniert und das alles auch noch besser findet als Mozart oder Wagner noch ertragen. Eine Belastungsprobe für die in Anstand und Sauberkeit erfahrenen Volksdeutschen. Aber nicht nur das. Die Raver pissen nicht nur an die Gleise (Kulturgut), sie verseuchen das Wasser (Kulturgut) mit Drogen und: sie kosten Geld. Statt 800.000 Euro berechnet Duisburg jetzt 1,6 Millionen, das Volk erwartet schlimmstes, nämlich dass dies keineswegs aller Tage abend ist, Horrorvisionen werden erarbeitet, ganze 2 Millionen Euro könnten es werden. Das ist eindeutig zu viel. Man kann doch nicht, aus dem eh schon leeren Stadtsäckel, nicht noch 2 Millionen abschöpfen für diese marodierende Bande außer Rand und Band geratener Jugendlicher! Kann man schon wenn man Politikerin ist, kein Wunder erkennt da des Volkes Stimme, Politiker sind eh unser Unglück, korrupte Schweine mit dem Hang zu Betrug, Hintergehung und Lügerei.

Die Kosten und die vermeintlichen Lügen sind nicht das Problem der Love Parade. Das Problem sind auch nicht unbedingt die Drogen, die genommen werden. Das Problem ist, die Love Parade ist einfach keine gute Party. Die Love Parade ist eine zu einem Event stilisierte, durch etliche Fernsehberichte und hetzende Journalisten zur Legende erhobene Veranstaltung ohne besonderen Anspruch an irgendwas. Auf irgendeinem Abstellgleis zu stehen und zu tanzen kann Spaß machen, muss es eben aber nicht. Durch eine dreckige Stadt zu laufen und zu tanzen kann auch Spaß, muss es aber nicht. Die Love Parade ist tief im Nicht-Bereich. Die Bauernopfer der ganzen Republik kommen an und nehmen Drogen, prollen auf Amphetaminen rum was das Mackertum hergibt und der Fickwunsch spricht aus Augen mit Rändern bis zum Kinn. Da will man gar nicht hin.

Für die Duisburger alles kein Grund zur Beunruhigung, 1. kann man die Stadt auch mit der Menge Müll, die eine Love Parade produziert nicht mehr abwerten und 2. ist am Tag danach eh alles vorbei. Wenn man ehrlich ist ist natürlich auch nicht das Geld das Problem, 2 Milliönchen können den Duisburger Haushalt auch nicht retten, das Problem ist der verzerrte Spiegel, der einem vorgehalten wird in dem das Leben noch trauriger erscheint als es zwischen Schloten, die nicht mehr rauchen, weil die Kohle weg ist, und angeranzten Fassaden eh wirkt. Oder wie »contraLP« bei derWesten sagt: »Lieber 50 Mio für die Taliban als 1,6 Mio für eine besoffene, bekiffte Spasstruppe.«

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1 Antwort auf „Kein Grund zur Beunruhigung!“


  1. 1 Geburtstag! « AWESOME Pingback am 04. Februar 2011 um 11:36 Uhr
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